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Einträge mit dem Tag ‘Toyota Urban Cruiser’

Toyota Urban Cruiser: Das Fazit

geschrieben am 7. Mai 2009 um 16:32 von netzmeister

In aller Kürze ein kleines Fazit zum Örbän Kruhser:


DAS GEFÄLLT:

  • kompakt und wendig
  • knackiges und trotzdem komfortables Fahrverhalten
  • die Elektronik ist angenehm unauffällig und enthält einige nette Ideen
  • die Menge an sicherheitsrelevanten Features
  • erstaunliches Raumgefühl im Innenraum
  • spritziger Turbodiesel, vergleichsweise Verbrauchsarm
  • Start-Stop-Automatik beim Benziner
  • Keyless-Entry-System und Startknopf (jaaaa, das war schon immer mein Favorit… ;-) )

DAS MISSFÄLLT:

  • der Preis ist eine Spur zu deftig
  • die Unterseite der Rücksitze, wenn man diese umgeklappt hat - wie lange die wohl so schön aussehen?

DAS NERVT:

  • Nix…zumindest habe ich nichts entdecken können

DAS WÜNSCHE ICH MIR:

  • ein bißchen mehr Power in den unteren Drehzahlbereichen - aber das ist ein persönlicher Wunsch, das Motörchen ist auch so schon sauber ausgelegt!

FAZIT:

  • Der Urban Cruiser ist ein schöner, kompakter Kleinwagen mit einer ganzen Menge sinnvoller Technik an Bord. Ein großer Fokus liegt ohne Zweifel auf der Sicherheit, und der Allradantrieb ist das Sahnehäubchen. Da der kleine darüber hinaus noch Sparsamkeit an den Tag legt und sich komfortabel und spaßbringend bewegen läßt, kann man - wenn man den Preis akzeptiert - mit der Anschaffung überhaupt nichts falsch machen. In seiner Klasse absolut emfehlenswert!
  • Und für alle, die das immer noch irgendwie mißverstanden haben: Der Urban Cruiser ist kein Geländewagen! ;-)

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Zum Vergleich: Der Benziner

geschrieben am um 16:00 von netzmeister

Ein Wort noch zum erhältlichen Benziner:

Der niegelnagelneue 1,33-Liter Benzinmotor mit variabler Ventilsteuerung leistet 101 PS und 132 Nm - und wirkt neben dem Diesel (logischerweise) mehr als schwachbrüstig. Natürlich, für den Vortrieb reicht es, für den sparsamen noch dazu. Aber der Diesel macht doch deutlich mehr Spaß, ohne Frage.

Dafür hat der Ottomotor ein mehr als interessantes Feature serienmäßig an Bord: Eine neu entwickelte Start-Stop-Automatik. Diese schaltet den Motor im Stand automatisch ab, sobald der Fahrer im Leerlauf den Fuß vom Kupplungspedal nimmt - und startet wieder, sobald das System “los geht´s!” registriert. Und das tut sie darüberhinaus angenehm leise, rüttelfrei und schnell: Der Anlasser ist bei diesem System über eine Verzahnung und einen Freilauf direkt und dauerhaft mit der Schwungscheibe verbunden ist – nicht nur eine Weltneuheit, sondern auch durchaus sinnvoll.

Dennoch: Ich würde mich für den Diesel entscheiden…aber das ist - wie so oft - Geschmackssache.

 

Wie fährt er sich?

geschrieben am um 15:50 von netzmeister

Sooo…zwei Stunden und 150 km Stadt, Land, Autobahn später bin ich wieder wohlbehalten zurück.

“Und? Wie isser nu?”

Ein-wand-frei…er hat die Fahrt klaglos überstanden… ;-)

Nein, im Ernst: Der Urban Cruiser ist ein feines, kleines Autochen, das ein paar schöne Eigenschaften nett miteinander kombiniert. So ist er in den Außenabmessungen kompakt und nutzt gleichzeitig den innen zur Verfügung stehenden Platz super aus:  Man hat ein erstaunliches Raumgefühl in dem kleinen Ding, alle Achtung. Das liegt sicher auch am dezenten Armaturenbrett und der unaufdringlichen Gestaltung, die den ganzen Innenraum recht leicht erscheinen läßt. Allerdings hat das (aus meiner Sicht) auch den kleinen Nachteil, daß es sich alles andere als wohnlich anfühlt - ein rollendes Wohnzimmer ist es sicher nicht, aber das ist Geschmackssache.

urban_cruiser_08DAS wiederum gefällt mir: AUX-Anschluß serienmäßig!

Was mir gefällt, ist die Kombination aus Motor, Antrieb, Fahrwerk: Der kleine Diesel entwickelt ab 2.500 Umdrehungen eine enorme Power und ist bis 4 tsd. Umdrehungen auch richtig spritzig (auch wenn er hubraumbedingt ein deutliches Turboloch und eine kleine Anfahrschwäche hat…ich habe ihn natürlich erstmal abgewürgt, logisch). Das Fahrwerk mit der McPherson-Vorderachse ist straff und sportlich, aber nicht zu hart - und trotz hohem Schwerpunkt läßt sich der kleine Cruiser locker mit Schmackes durch die Kurven ziehen, ohne groß rumzuzicken. Zum agilen Handling-Gefühl trägt auch die elektrische und geschwindigkeitsabhängige Servolenkung bei: So soll Elektronik funktionieren, nämlich unauffällig und präzise. Wenn man sie nicht bemerkt, hat sie ihren Zweck erst richtig erfüllt.

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Der größte Trumpf ist natürlich ohne Frage der Allradantrieb: Damit positioniert sich Toyota endlich auch mit einem allradgetriebenen kompakt-PKW im Markt - und profitiert dabei natürlich von dem mehr als reichen Erfahrungsschatz aus allein 20 Millionen verkauften Fahrzeugen der Modelle Land Cruiser, Hilux, RAV4 - weitere Allrad-Modelle (wie z.B. den ebenfalls enorm erfolgreichen HiAce) nicht mitgezählt. Die Zahl spricht ohne Zweifel für sich: Wer sich seit Jahrzehnten mit Geräten fürs ganz Grobe im Allradmarkt tummelt, für den ist ein kleiner Allrad-PKW eher eine Fingerübung.

Und so hat Toyota hier auch alles verbaut, was derzeit bei ihnen angesagt ist: Den “Aktiven Allradantrieb ATC 4WD“. Das heißt konkret: Das System ist mit der Antriebsschlupfregelung vernetzt und variiert die Antriebskraft-Verteilung je nach Fahrzustand und Straßenverhältnissen stufenlos zwischen 100:0 (reiner Frontantrieb) und 50:50. Beim Beschleunigen oder Anfahren auf glatter oder rutschiger Fahrbahn sorgt die elektronisch gesteuerte Kupplung vor dem Hinterachsdifferenzial für eine gleichmäßige Verteilung der Antriebskraft auf alle vier Räder, in engen Kurven gelangt weniger Drehmoment an die Hinterräder (um ein Ausbrechen zu verhindern) und beim Bremsen wird der Hinterachs-Antrieb vollständig deaktiviert, damit eine optimale ABS-Funktion sichergestellt werden kann. Alles in allem gesehen ist das ein ganz schön ausgetüfteltes System - und es funktioniert wie erwähnt reibungslos und unauffällig.

Um den Kraftstoffverbrauch zu senken, wird die Hinterachse unter normalen Fahrbedingungen nur angetrieben, wenn die Traktionsverhältnisse es erfordern. Aber: Der Allradantrieb kann auch über einen Schalter manuell aktiviert werden, in diesem Fall ist die Verteilung grundsätzlich 50:50. Ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h schaltet sich dann automatisch wieder die stufenlose Antriebskraft-Verteilung ein. Darüber hinaus können das zentral-Diff gesperrt und das Stabilitätsprogramm manuell deaktiviert werden.

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Der Verbrauch hält sich allerdings im Testfahrzeug nicht so ganz an die Vorgaben aus der Presseabteilung: Das Testfahrzeug zeigte einen Schnitt von 6,6 Litern an, wobei das sicherlich auch nicht repräsentativ ist: Die Hälfte der Strecke steckte ich im Stau, die andere Hälfte habe ich ihm auf den Hals getreten…wenn man hinzurechnet, daß der gute ja noch ein nicht eingefahrener Neuwagen ist, dürften unter 6 Liter bei gediegener Fahrweise durchaus realistisch sein. Ob es tatsächlich unter 5 geht, kann ich nicht beurteilen. Fest steht aber auch, daß er sich (wie alle hochgezüchteten Kleinwagen mit Mini-Motörchen) bei konstant über 100 km/h deutlich mehr genehmigt…

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urban_cruiser_11…über 8 Liter bei gemächlichen 100 auf der Autobahn…

Der 1,4-Liter Turbodiesel ist übrigens - TUSCH! - darüber hinaus auch mit einem sogenannten “Ölwechselintervall-Management OMMS” ausgestattet, das kontinuierlich den Betriebszustand des Motors überwacht, um daraus ein optimales Ölwechselintervall zu berechnen…nicht schlecht, Herr Watanabe, nicht schlecht… :-)

 

Und los geht´s!

geschrieben am um 10:55 von netzmeister

Ich habe mich für die Probefahrt (natürlich) für die Top-Variante entschieden: Den “Trek+”, also das Diesel-Modell mit Allradantrieb und allem, was die Ausstattungsliste hergibt.

Angetrieben wird der Zwerg von einem frisch überarbeiteten 1.4-Liter D-4D-Common-Rail-Turbodiesel mit Ladeluftkühler, Partikelfilter und piezo-elektrischen Einspritzventilen. Letztere sollen doppelt so schnell ansprechen wie herkömmliche Magnetventile und ermöglichen somit mehrere Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus. Und das ist das interessante am sogenannten “Optimal Drive“-Konzept: Durch die Möglichkeit der, sagen wir mal, “aufgeteilten” Einspritzung kann der Verbrennungsvorgang wesentlich flexibler gesteuert werden, was nicht nur Laufkultur und Ansprechverhalten beeinflußt, sondern auch in recht erheblichem Maße den Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte.

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So bringt das Motörchen also 90 PS und 205 Nm auf die Straße - das ist ordentlich für 1,4 Liter Hubraum. Noch schöner: Der Verbrauch soll bei 4,9 Litern auf 100 km liegen, die CO2-Emission kann man sich leicht mit 130 g/km ausrechnen. Ob das wirklich so ist, werde ich bei dieser Testfahrt sicherlich nicht feststellen können, es klingt zumindest durchaus realistisch.

Gekoppelt wird das ganze mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe, auch das gefällt mir grundsätzlich richtig gut.

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Nun denn, ich werde jetzt mal auf den Startknopf drücken und mich auf den Weg machen!

 

Sitzprobe

geschrieben am um 10:50 von netzmeister

Die Innenausstattung birgt keine große Überraschungen: Ein Toyota eben. Alles ist am rechten Platz, klar erkennbar, gut bedienbar und Taster und Schalter geben wie immer schöne Rückmeldungen.

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Die Sitze sind (soweit ich das erkennen kann) die gleichen wie im Yaris und den anderen Brüdern, wobei ich heute irgendwie hier drinsitze wie der berühmte Affe auf dem Schleifstein…mag aber auch an mir liegen, denn bislang war ich mit den Toyota-Sitzen immer zufrieden. Ich sitz heute halt irgendwie schepp, kann ja mal passieren.

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Die Rückbänke sind (oh Wunder) umklappbar, allerdings halten die Jungs aus Köln bzw. Toyota-City hier nicht das schöne Easy-Flat-System für uns bereit, sondern haben einen geradezu alpinen Laderaum gestaltet - es ist wohl einfach zu wenig Platz für eine flache Gestaltung. Was mir allerdings überhaupt nicht behagt, ist die Unterseite der hinteren Sitze, die ja dann quasi zur Laderaumabtrennung mutiert. Das sieht nicht nur billig aus, sondern ist vermutlich auch recht schnell lädiert, wenn man den Laderaum wirklich nutzt.

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Welches Schweinderl hättens denn gern?

geschrieben am um 09:26 von netzmeister

Den urbanen Kreuzer gibt es mit zwei Motoren und drei Ausstattungsvarianten, wobei alle Kombinationen wie heutzutage üblich mit lustigen Namen bezeichnet werden…namentlich “Town” und “Trek” sowie “Town+” und “Trek+”. Town ist dabei dem Benziner mit Frontantrieb vorbehalten, Trek gilt für den Allrad-Diesel.

Schon in der Basisausführung kommt der UC neben den üblichen elektronischen Spielereien wie Bremskraftverteilung, Bremsassisten, Stabilitätsprogramm und Antriebsschlupfregelung auch gleich mit sieben (!) Airbags und aktiven Kopfstützen daher. Das ist nicht schlecht, allerdings auch nicht gerade billig: Knappe 17 tsd. Euro werden für den Benziner aufgerufen, satte 23 sind es für den Diesel.

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Die Town- und Trek-Versionen verschönern den Alltag u.a. mit 16-Zöllern, manueller Klimaanlage, Radio mit AUX-Anschluß, kabelloser Bluetooth-Schnittstelle und den lustigen Knöpfen im Lenkrad, mit denen man alles mögliche bedienen kann. Die Plus-Versionen ergänzen das ganze (neben einigem Firlefanz) dann noch um eine Klimatisierungsautomatik, Smart-Key-System mit Start-Stop-Taste (mein persönlicher Favorit… :-p ) und optional das übliche und bekannte Toyota-Navi.

Die Technischen Daten in Kurzform:

 

Gefällig und ungewöhnlich

geschrieben am um 08:04 von netzmeister

So ganz weiß man im ersten Moment nicht, wo man ihn hinstecken soll: Optisch ist der Urban Cruiser eine ungewöhnliche Mischung. Deutliche SUV-Anleihen mit optisch hervorgehobenen und ausgestellten Schweller, hoher Gürtellinie, schwarzen Kunststoffelementeb einerseits, sportliche Akzente wie das aggressiv “vorgereckte Kinn” und der kleine Spoiler an der hinteren Dachkante andererseits. Die insgesamt recht hohe Bauform steht im Gegensatz zum eindeutig straßenorientiert tiefen Fahrwerk - und dann gibt´s das Ding ja sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb…ja, was will er denn nun sein, der Örbän Kruhser?

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Das isser…und das dahinter ist ein “richtiger Cruiser”… :-p

Eines steht fest: Er will kein Geländewagen sein. Wurde auch nie behauptet. Allerdings spielt Toyota (neben der Namensgebung) auch bewußt mit dieser kleinen Verwirrung, indem er in Deutschland als “City SUV” beworben wird. Das heißt zwar im Endeffekt nichts anderes als “vielseitig einsetzbares Fahrzeug”, wird aber in der Öffentlichkeit mittlerweile mit “Offroad” gleichgesetzt.

Ob Toyota sich damit einen Gefallen getan hat, steht auf einem anderen Blatt: So negativ, wie der Begriff “SUV” mittlerweile besetzt ist, wird auch der Urban Cruiser einiges von diesen Vorurteilen abbekommen. Und das, obwohl er a) überhaupt nix mit dem Grund dieser Ressentiments zu tun hat und b) eigentlich ein paar ganz pfiffige und umweltschonende Lösungen parat hält.

Dazu aber gleich mehr, jetzt werde ich erstmal einsteigen und eine Runde drehen…

 

Toyota Urban Cruiser

geschrieben am um 07:55 von netzmeister

“Demnächst soll doch ein neuer Cruiser rauskommen…so ein kleiner…weißt Du da was?” - “Klein? Im Herbst kommt der Nachfolger vom J12…aber klein ist irgendwie anders.” - “Doch doch, ein kleiner Cruiser. Irgendwas mit ‘Örbän’ oder so.”

*seufz*

Also wirklich: Toyota hat den Landcruiser-Fahrern da ein ganz schönes Ei gelegt, als sie sich einen Namen für den neuen Mini-Allradler ausgedacht haben…das wird wohl auf einige, immer ähnlich verlaufende Diskussionen hinauslaufen, an deren Ende man dennoch zweifelnd angeschaut wird. :-D

Dabei hat der neue Urban Cruiser nun wirklich nichts mit dem Prädikat “Geländewagen” zu tun. Gar nichts.

Aber was isser denn dann?

Das werden wir gleich sehen: Ich packe die Gelegenheit heute mal beim Schopfe und drehe eine kleine Runde mit dem neuesten Sproß der Toyota-Familie!

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